Als Islam Shabanah im September 2011 nach Berlin kam, wurde er mit offenen Armen empfangen. „Ich hatte schon viele Freunde in Deutschland, die ich als Stipendiaten in Kairo kennengelernt hatte“, erzählt der Student aus Ägypten. „Das hat mir den Start sehr erleichtert!“ Nach dem Germanistikstudium an der Al Azhar-Universität in Kairo hat sich der 27-Jährige für ein Erasmus Mundus-Projekt beworben, an dem ägyptische und europäische Hochschulen beteiligt sind. Nun hängt er an der Freien Universität Berlin einen Masterstudiengang im Fach „Deutsch als Fremdsprache“ an. Islam Shabanah ist sicher, dass ihm das Aufbaustudium nach seiner Rückkehr gute berufliche Aussichten eröffnen wird. „Die Ausbildung ist darauf angelegt Kultur und Sprache zu vermitteln, diese didaktische Ausrichtung ist für mich neu“, stellt er fest. „Ich kann damit später als Lehrer an einer der vielen internationalen Schulen in Kairo arbeiten, in der Erwachsenenbildung oder auch bei einer der politischen Stiftungen.“ Islam Shabanah ist einer von acht Studierenden und Gastwissenschaftlern aus den arabischen Ländern, die 2011 als Erasmus Mundus-Stipendiaten nach Berlin gekommen sind.
Die Freie Universität (FU) Berlin pflegt seit Jahren eine rege Zusammenarbeit mit Universitäten aus den arabischen Ländern, auch über ihr Verbindungsbüro in Kairo. Seit 2007 beteiligt sich die Hochschule an verschiedenen Erasmus-Mundus-Programmen, als Teil eines Konsortiums europäischer und arabischer Universitäten, die die Mobilität und den Austausch zwischen Europa und den teilnehmenden Ländern fördern. Ein Beispiel ist das aktuelle Projekt Welcome, ein Zusammenschluss neun europäischer, sechs ägyptischer und vier libanesischer Universitäten, das von der Europäischen Kommission im Rahmen der „Erasmus Mundus Action 2“ finanziert wird. Es bietet Stipendien für Bachelor- und Masterstudierende, Doktoranden, Postdocs, Wissenschaftler und akademische Mitarbeiter. Teilnehmer erhalten Stipendien zwischen 1000 Euro (Studierende) und 2500 Euro (Wissenschaftler). Darüber hinaus finanziert das Erasmus-Mundus-Programm die Reisekosten, Studien- und Anmeldegebühren sowie die Kosten für eine Krankenversicherung.
Das EU-Bildungsprogramm Erasmus ist eine europäische Erfolgsgeschichte. Fast drei Millionen Frauen und Männer haben in den vergangenen 25 Jahren als Erasmus-Stipendiaten einen Studienaufenthalt oder ein Praktikum absolvieren können. Während Erasmus den Austausch innerhalb Europas und der Türkei fördert, unterstützen Erasmus-Mundus-Programme mit höher dotierten Stipendien den Austausch mit Regionen außerhalb Europas. „Auch das Interesse in den arabischen Ländern nimmt deutlich zu“, sagt Thomas Schad, Referent für International Affairs an der FU Berlin. „Speziell in Ägypten entstehen viele neue Partnerschaften.“ Zur Auswahl stehen zwei verschiedene Förderungskonzepte: Stipendien werden entweder im Rahmen von Master- und Promotionsprogrammen vergeben, die von den Partnerhochschulen entwickelt werden und den gesamten Studienverlauf bis hin zum gemeinsamen Abschluss umfassen (Joint, Double oder Multiple Degree). Stipendien in der sogenannten „Aktion 2“ werden für Studienaufenthalte an bestimmten Partnerhochschulen vergeben, die in ein Projektkonsortium eingebunden sind. Sie sind zeitlich befristet und können zwischen einem Monat und drei Jahren betragen. Insgesamt hat Erasmus Mundus eine Laufzeit von fünf Jahren und ist mit einem Gesamtbudget von 936 Millionen Euro ausgestattet. „Diese Programme fördern nicht nur die Mobilität der Studierenden und Wissenschaftler“, betont Thomas Schad. „Das gemeinsame Arbeiten bringt auch die Universitäten zusammen und schafft neue Impulse.“
Die Freie Universität (FU) Berlin pflegt seit Jahren eine rege Zusammenarbeit mit Universitäten aus den arabischen Ländern, auch über ihr Verbindungsbüro in Kairo. Seit 2007 beteiligt sich die Hochschule an verschiedenen Erasmus-Mundus-Programmen, als Teil eines Konsortiums europäischer und arabischer Universitäten, die die Mobilität und den Austausch zwischen Europa und den teilnehmenden Ländern fördern. Ein Beispiel ist das aktuelle Projekt Welcome, ein Zusammenschluss neun europäischer, sechs ägyptischer und vier libanesischer Universitäten, das von der Europäischen Kommission im Rahmen der „Erasmus Mundus Action 2“ finanziert wird. Es bietet Stipendien für Bachelor- und Masterstudierende, Doktoranden, Postdocs, Wissenschaftler und akademische Mitarbeiter. Teilnehmer erhalten Stipendien zwischen 1000 Euro (Studierende) und 2500 Euro (Wissenschaftler). Darüber hinaus finanziert das Erasmus-Mundus-Programm die Reisekosten, Studien- und Anmeldegebühren sowie die Kosten für eine Krankenversicherung.
Das EU-Bildungsprogramm Erasmus ist eine europäische Erfolgsgeschichte. Fast drei Millionen Frauen und Männer haben in den vergangenen 25 Jahren als Erasmus-Stipendiaten einen Studienaufenthalt oder ein Praktikum absolvieren können. Während Erasmus den Austausch innerhalb Europas und der Türkei fördert, unterstützen Erasmus-Mundus-Programme mit höher dotierten Stipendien den Austausch mit Regionen außerhalb Europas. „Auch das Interesse in den arabischen Ländern nimmt deutlich zu“, sagt Thomas Schad, Referent für International Affairs an der FU Berlin. „Speziell in Ägypten entstehen viele neue Partnerschaften.“ Zur Auswahl stehen zwei verschiedene Förderungskonzepte: Stipendien werden entweder im Rahmen von Master- und Promotionsprogrammen vergeben, die von den Partnerhochschulen entwickelt werden und den gesamten Studienverlauf bis hin zum gemeinsamen Abschluss umfassen (Joint, Double oder Multiple Degree). Stipendien in der sogenannten „Aktion 2“ werden für Studienaufenthalte an bestimmten Partnerhochschulen vergeben, die in ein Projektkonsortium eingebunden sind. Sie sind zeitlich befristet und können zwischen einem Monat und drei Jahren betragen. Insgesamt hat Erasmus Mundus eine Laufzeit von fünf Jahren und ist mit einem Gesamtbudget von 936 Millionen Euro ausgestattet. „Diese Programme fördern nicht nur die Mobilität der Studierenden und Wissenschaftler“, betont Thomas Schad. „Das gemeinsame Arbeiten bringt auch die Universitäten zusammen und schafft neue Impulse.“

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen