Frau Niggemann, die Deutsche Nationalbibliothek wird oft als Gedächtnis der Nation bezeichnet. Was genau ist ihr Auftrag?
Niggemann: Das Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek definiert unseren Sammelauftrag. Neben allen Veröffentlichungen inklusive Tonträgern und Musikalien aus Deutschland gehören dazu auch die deutschsprachigen Publikationen des Auslandes, Übersetzungen deutschsprachiger Werke in andere Sprachen und fremdsprachige Literatur über Deutschland. Alle Veröffentlichungen werden bibliografisch erschlossen, in den Lesesälen zur Benutzung bereitgehalten und auf Dauer archiviert. Mit unseren Exilsammlungen und den Sammlungen des Deutschen Buch- und Schriftmuseums wenden wir uns zum Beispiel mit Ausstellungen direkt an die Öffentlichkeit.
27 Millionen Medieneinheiten umfasst der Bestand an den beiden Standorten Frankfurt am Main und Leipzig. Welche besonderen Sammlungsschwerpunkte und Schätze finden sich darunter?
Unser Sammlungsschwerpunkt ist die Vollständigkeit. Das zeichnet die Deutsche Nationalbibliothek vor allem aus. Dazu gehören etwa auch Publikumszeitschriften, die schon nach kurzer Zeit an keinem anderen Ort mehr aufbewahrt werden. Wir sammeln nicht nur die im Buchhandel oder auf dem Musikmarkt angebotenen Werke, sondern auch die sogenannte Graue Literatur außerhalb des Handels. Besondere Schätze finden sich aber natürlich auch bei uns. Da sind vor allen Dingen die Nachlässe im Deutschen Exilarchiv an unserem Frankfurter Standort und wertvolle Sammlungsstücke des Deutschen Buch- und Schriftmuseums in Leipzig zu nennen.
Sie plädieren für eine Europäische Bibliothek. Weshalb?
Mit der Europeana werden Kulturschätze europaweit zugänglich gemacht. Natürlich ist das beschränkt auf digitale Inhalte. Bücher, Gemälde, Filme, Musik, Sammlungen von Museen und Archiven, die in Europa an unterschiedlichen Orten aufbewahrt werden, finden sich dort zusammengeführt. Damit werden Quellen für die Forschung und das genüssliche Stöbern für viele Menschen zugänglich. Das ist ein wichtiger Schritt für das gegenseitige kulturelle Verständnis und zugleich sehr demokratisch, weil von überall her unbeschränkt auf die Bestände zugegriffen werden kann.
Die DNB und die neuen Medien: Teil 2 des Interviews mit Elisabeth Niggemann lesen Sie am 3. Oktober auf www.deutschland.de
Festakt zum 100. Gründungsjubiläum der Deutschen Nationalbibliothek am 2. Oktober 2012
www.dnb.de
Niggemann: Das Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek definiert unseren Sammelauftrag. Neben allen Veröffentlichungen inklusive Tonträgern und Musikalien aus Deutschland gehören dazu auch die deutschsprachigen Publikationen des Auslandes, Übersetzungen deutschsprachiger Werke in andere Sprachen und fremdsprachige Literatur über Deutschland. Alle Veröffentlichungen werden bibliografisch erschlossen, in den Lesesälen zur Benutzung bereitgehalten und auf Dauer archiviert. Mit unseren Exilsammlungen und den Sammlungen des Deutschen Buch- und Schriftmuseums wenden wir uns zum Beispiel mit Ausstellungen direkt an die Öffentlichkeit.
27 Millionen Medieneinheiten umfasst der Bestand an den beiden Standorten Frankfurt am Main und Leipzig. Welche besonderen Sammlungsschwerpunkte und Schätze finden sich darunter?
Unser Sammlungsschwerpunkt ist die Vollständigkeit. Das zeichnet die Deutsche Nationalbibliothek vor allem aus. Dazu gehören etwa auch Publikumszeitschriften, die schon nach kurzer Zeit an keinem anderen Ort mehr aufbewahrt werden. Wir sammeln nicht nur die im Buchhandel oder auf dem Musikmarkt angebotenen Werke, sondern auch die sogenannte Graue Literatur außerhalb des Handels. Besondere Schätze finden sich aber natürlich auch bei uns. Da sind vor allen Dingen die Nachlässe im Deutschen Exilarchiv an unserem Frankfurter Standort und wertvolle Sammlungsstücke des Deutschen Buch- und Schriftmuseums in Leipzig zu nennen.
Sie plädieren für eine Europäische Bibliothek. Weshalb?
Mit der Europeana werden Kulturschätze europaweit zugänglich gemacht. Natürlich ist das beschränkt auf digitale Inhalte. Bücher, Gemälde, Filme, Musik, Sammlungen von Museen und Archiven, die in Europa an unterschiedlichen Orten aufbewahrt werden, finden sich dort zusammengeführt. Damit werden Quellen für die Forschung und das genüssliche Stöbern für viele Menschen zugänglich. Das ist ein wichtiger Schritt für das gegenseitige kulturelle Verständnis und zugleich sehr demokratisch, weil von überall her unbeschränkt auf die Bestände zugegriffen werden kann.
Die DNB und die neuen Medien: Teil 2 des Interviews mit Elisabeth Niggemann lesen Sie am 3. Oktober auf www.deutschland.de
Festakt zum 100. Gründungsjubiläum der Deutschen Nationalbibliothek am 2. Oktober 2012
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