Die Weihnachtsgeschichte von Himmelpforten im Landkreis Stade bei Hamburg beginnt mit einem kleinen Mädchen namens Bärbel Witt. Die Gastwirtstochter hatte vor 50 Jahren einen Brief an den Weihnachtsmann „im Himmel" geschrieben und postwendend eine mit Glanzbildern verzierte, handgeschriebene Antwort erhalten. Dass die „himmlische" Botschaft vom Leiter des Postamts kam, wusste die Achtjährige nicht. Sie erzählte überall herum, dass der Weihnachtsmann wohl in Himmelpforten wohnen müsse. „Ich soll mich riesig gefreut haben", sagt Bärbel Rosendahl, wie sie heute heißt, rückblickend.
Seitdem erreichen das Christkindpostamt jährlich tausende Briefe aus der ganzen Welt. Im vergangenen Jahr waren es rund 44.000. Seit neun Jahren beantwortet der Postbeamte Wolfgang Dipper mit einem bis zu 30-köpfigen Team als irdischer Helfer von Christkind und Weihnachtsmann die Wünsche der Kinder und fungiert dabei auch häufiger als Kummerkasten. „Die jüngeren Schreiber wünschen sich vor allem Elektronikspielzeug, aber auch Schokolade, ein Stofftier oder ein Buch", weiß Dipper und zieht einige der bereits eingetroffenen Umschläge aus einem Stapel.
Schwieriger sei es, wenn sich neun-, zehnjährige Kinder Frieden in der Familie oder Arbeit für die Eltern wünschten. „Was sagt man einem Kind, wenn es schreibt, dass jemand aus der Familie gestorben ist?", fragt der 52-Jährige. In diesen Fällen reiche eine pauschale Antwort nicht aus. „Ich versuche dann mit Worten Trost zu spenden oder Tipps zu geben", erzählt Dipper, der seiner Arbeit im Christkindpostamt in der Villa von Issendorf Tür an Tür mit dem Weihnachtsmann nachgeht.
Denn der bezieht alle Jahre wieder pünktlich am Freitag vor dem ersten Advent seine Wohnstube in der Villa. Dabei plumpst er nicht etwa durch den Schornstein, sondern fährt mal in der Pferdekutsche, mal im Oldtimer oder auf einem von Engeln gelenkten alten Ackerwagen vor.
„Viele Kinder geben ihre Wunschzettel persönlich beim Weihnachtsmann ab", erklärt Bernd Reimers, stellvertretender Bürgermeister der 5.000-Seelen-Gemeinde und deren Beauftragter in Sachen Weihnachten. Reimers hat den 50. Geburtstag des Christkindpostamts mit initiiert und dabei festgestellt, dass es die ersten Kinderbriefe schon etwa ab 1952 gab, die die Postler in ihrer Freizeit beantworteten. „Offiziell ist es aber erst mit Bärbels Brief losgegangen. Ab da wurde auch in den Medien darüber berichtet", betont der 53-Jährige. Heute hat sich Himmelpforten den Beinamen „Christkinddorf" patentieren lassen und lockt nach Reimers Angaben bis zu 30.000 Besucher zum zehntägigen Christkindmarkt rund um die Villa von Issendorf.
Am 27. November nimmt er seine Arbeit im Auftrag des Weihnachtsmannes auf. Wer ihm schreiben will, sollte seinen Brief an die Adresse Christkindplatz 1 in 21709 Himmelpforten schicken. „Bitte unbedingt an den Absender denken", appelliert der fleißige Helfer. Bärbel Rosendahl kann sich noch gut in ihre Kindheit zurückversetzen: „Wenn eine Antwort vom Weihnachtsmann kommt, dann glaubt man dran", erinnert sie sich.
Quellen: dapd; dpa/pa.
Seitdem erreichen das Christkindpostamt jährlich tausende Briefe aus der ganzen Welt. Im vergangenen Jahr waren es rund 44.000. Seit neun Jahren beantwortet der Postbeamte Wolfgang Dipper mit einem bis zu 30-köpfigen Team als irdischer Helfer von Christkind und Weihnachtsmann die Wünsche der Kinder und fungiert dabei auch häufiger als Kummerkasten. „Die jüngeren Schreiber wünschen sich vor allem Elektronikspielzeug, aber auch Schokolade, ein Stofftier oder ein Buch", weiß Dipper und zieht einige der bereits eingetroffenen Umschläge aus einem Stapel.
Schwieriger sei es, wenn sich neun-, zehnjährige Kinder Frieden in der Familie oder Arbeit für die Eltern wünschten. „Was sagt man einem Kind, wenn es schreibt, dass jemand aus der Familie gestorben ist?", fragt der 52-Jährige. In diesen Fällen reiche eine pauschale Antwort nicht aus. „Ich versuche dann mit Worten Trost zu spenden oder Tipps zu geben", erzählt Dipper, der seiner Arbeit im Christkindpostamt in der Villa von Issendorf Tür an Tür mit dem Weihnachtsmann nachgeht.
Denn der bezieht alle Jahre wieder pünktlich am Freitag vor dem ersten Advent seine Wohnstube in der Villa. Dabei plumpst er nicht etwa durch den Schornstein, sondern fährt mal in der Pferdekutsche, mal im Oldtimer oder auf einem von Engeln gelenkten alten Ackerwagen vor.
„Viele Kinder geben ihre Wunschzettel persönlich beim Weihnachtsmann ab", erklärt Bernd Reimers, stellvertretender Bürgermeister der 5.000-Seelen-Gemeinde und deren Beauftragter in Sachen Weihnachten. Reimers hat den 50. Geburtstag des Christkindpostamts mit initiiert und dabei festgestellt, dass es die ersten Kinderbriefe schon etwa ab 1952 gab, die die Postler in ihrer Freizeit beantworteten. „Offiziell ist es aber erst mit Bärbels Brief losgegangen. Ab da wurde auch in den Medien darüber berichtet", betont der 53-Jährige. Heute hat sich Himmelpforten den Beinamen „Christkinddorf" patentieren lassen und lockt nach Reimers Angaben bis zu 30.000 Besucher zum zehntägigen Christkindmarkt rund um die Villa von Issendorf.
Am 27. November nimmt er seine Arbeit im Auftrag des Weihnachtsmannes auf. Wer ihm schreiben will, sollte seinen Brief an die Adresse Christkindplatz 1 in 21709 Himmelpforten schicken. „Bitte unbedingt an den Absender denken", appelliert der fleißige Helfer. Bärbel Rosendahl kann sich noch gut in ihre Kindheit zurückversetzen: „Wenn eine Antwort vom Weihnachtsmann kommt, dann glaubt man dran", erinnert sie sich.
Quellen: dapd; dpa/pa.

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