Am Persischen Golf entsteht mit deutscher Beteiligung das Modell einer Ökostadt. Ein Blick in die Zukunft der Metropolen anlässlich des 6. World Urban Forum der Vereinten Nationen.
Das Labor für die Stadt von morgen liegt mitten in der arabischen Wüste. Mit Masdar-City entsteht ganz in der Nähe von Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Ökostadt des 21. Jahrhunderts. Die grüne Experimentierstätte am Golf ist ein ambitioniertes Projekt: Die für 50.000 Einwohner ausgelegte Stadt, für die der britische Star-Architekt Norman Foster den Masterplan entworfen hat, soll die erste kohlendioxidfreie, abfallfreie und autofreie Stadt der Welt werden. Daran arbeiten auch deutsche Experten und Unternehmen mit.
Zum Beispiel bei der zentralen Frage der Energieversorgung: In Masdar-City soll diese komplett durch erneuerbare Energien erfolgen. Das Konzept hierfür hat das Ingenieurbüro Transsolar Engineering aus Stuttgart mitentwickelt. Die Grundidee dabei: Die Energie, die verbraucht wird, soll direkt in der Stadt erzeugt werden – auf regenerativem Weg. In der Wüstenstadt ist die Solarenergie die wichtigste Quelle. Rund 85 Prozent der Energie wird daraus erzeugt. Ein modernes Solarkraftwerk soll auch dann Energie liefern, wenn die Sonne gerade einmal nicht scheint und so den Strombedarf weitgehend decken. Für den Masdar Plaza, den Mittelpunkt des städtischen Lebens, hat das Stuttgarter Architektenbüro LAVA die Gestaltung übernommen. Blickfang sind überdimensionale Sonnenschirme, die wie gewaltige Sonnenblumen aus dem Boden sprießen. Sie richten sich nach der Sonne aus und spenden am Tag Schatten. Nachts klappen sie sich ein und lassen so die tagsüber aufgestaute Wärme entweichen.
Mit dem Masdar Institute of Science and Technology verfügt Masdar-City auch über ein wissenschaftliches Institut, das sich als ökologische Denkwerkstatt versteht. Im Bereich Forschung und Entwicklung kooperiert das Institut mit der RWTH Aachen und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Deutsche Großunternehmen wie Siemens sind ebenfalls Partner des Instituts und engagieren sich beim derzeit größten Stadtbauprojekt im Mittleren Osten. Der Technologiekonzern ist bei der Installation eines intelligenten Stromnetzes beteiligt und will seine Kompetenzen bei moderner Gebäudetechnik einbringen. Dass Siemens an die Zukunft der Ökostadt glaubt, zeigt auch eine andere Entscheidung des Konzerns: In Masdar-City soll die neue Unternehmenszentrale für den Nahen und Mittleren Osten entstehen – gebaut nach neuesten Standards der Klima- und Energieeffizienz.
http://masdarcity.ae/en/
Das Labor für die Stadt von morgen liegt mitten in der arabischen Wüste. Mit Masdar-City entsteht ganz in der Nähe von Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Ökostadt des 21. Jahrhunderts. Die grüne Experimentierstätte am Golf ist ein ambitioniertes Projekt: Die für 50.000 Einwohner ausgelegte Stadt, für die der britische Star-Architekt Norman Foster den Masterplan entworfen hat, soll die erste kohlendioxidfreie, abfallfreie und autofreie Stadt der Welt werden. Daran arbeiten auch deutsche Experten und Unternehmen mit.
Zum Beispiel bei der zentralen Frage der Energieversorgung: In Masdar-City soll diese komplett durch erneuerbare Energien erfolgen. Das Konzept hierfür hat das Ingenieurbüro Transsolar Engineering aus Stuttgart mitentwickelt. Die Grundidee dabei: Die Energie, die verbraucht wird, soll direkt in der Stadt erzeugt werden – auf regenerativem Weg. In der Wüstenstadt ist die Solarenergie die wichtigste Quelle. Rund 85 Prozent der Energie wird daraus erzeugt. Ein modernes Solarkraftwerk soll auch dann Energie liefern, wenn die Sonne gerade einmal nicht scheint und so den Strombedarf weitgehend decken. Für den Masdar Plaza, den Mittelpunkt des städtischen Lebens, hat das Stuttgarter Architektenbüro LAVA die Gestaltung übernommen. Blickfang sind überdimensionale Sonnenschirme, die wie gewaltige Sonnenblumen aus dem Boden sprießen. Sie richten sich nach der Sonne aus und spenden am Tag Schatten. Nachts klappen sie sich ein und lassen so die tagsüber aufgestaute Wärme entweichen.
Mit dem Masdar Institute of Science and Technology verfügt Masdar-City auch über ein wissenschaftliches Institut, das sich als ökologische Denkwerkstatt versteht. Im Bereich Forschung und Entwicklung kooperiert das Institut mit der RWTH Aachen und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Deutsche Großunternehmen wie Siemens sind ebenfalls Partner des Instituts und engagieren sich beim derzeit größten Stadtbauprojekt im Mittleren Osten. Der Technologiekonzern ist bei der Installation eines intelligenten Stromnetzes beteiligt und will seine Kompetenzen bei moderner Gebäudetechnik einbringen. Dass Siemens an die Zukunft der Ökostadt glaubt, zeigt auch eine andere Entscheidung des Konzerns: In Masdar-City soll die neue Unternehmenszentrale für den Nahen und Mittleren Osten entstehen – gebaut nach neuesten Standards der Klima- und Energieeffizienz.
http://masdarcity.ae/en/

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