Die Medizintechnikbranche scheint immun gegenüber Eurokrise und Rezession. Mit einem Umsatzwachstum von 5,3 Prozent war Deutschland 2011 wiederholt der größte Markt für Medizintechnik in Europa, und nach USA und Japan der drittgrößte weltweit. Das wachsende Interesse an innovativen Medizinprodukten „made in Germany“ kommt dabei nicht nur aus den Schwellenländern in Asien und Lateinamerika. Auch die Deutschen vertrauen auf die neuen Entwicklungen: Dreiviertel der Bevölkerung glauben laut einer Forsa-Umfrage, dass die innovativen Produkte des Medizintechniksektors durch verbesserte Vorsorge, Diagnose und Behandlung ein längeres Leben ermöglichen.
Gerade einmal rund 50 Jahre ist es her, dass der Kardiologe Professor Heinz-Joachim Sykosch am Universitätsklinikum Düsseldorf einem 19 Jahre alten Patienten erstmals in Deutschland einen Herzschrittmacher implantierte. Heute bringen jedes Jahr rund 100.000 dieser kleinen Medizingeräte schwache Herzen wieder in den richtigen Rhythmus. Moderne Implantate verbessern aber auch das Hörvermögen und stimulieren bestimmte Hirnregionen – zur Therapie von neurologischen Erkrankungen wie Parkinson, Epilepsie oder Depression.
Ob Neuroengineering, intelligente Prothesen, künstliche Linsen, molekulare Bildgebung oder Haut aus der Gewebefabrik: Je enger die unterschiedlichen Disziplinen bereits bei der Herstellung neuer Medizintechnikprodukte zusammenarbeiten, desto besser. Die wachsende Komplexität der Technik erfordert das gesammelte Know-how von Ärzten und Ingenieuren. Die stark mittelständisch geprägte Kernbranche beschäftigt in Deutschland nach Angaben des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) mehr als 170.000 Menschen in über 11.000 Betrieben. 15 Prozent der Beschäftigten sind dem Branchenbericht aus dem Jahr 2011 zufolge im Bereich Forschung und Entwicklung tätig – Tendenz steigend.
Nach Angaben des Europäischen Patentamts führte die Medizintechnik die Liste der angemeldeten Erfindungen im Jahr 2009 mit 16.400 Patenten an. Ein weiteres Kennzeichen ist die starke Ausrichtung auf den Export: Lag die Exportquote Mitte der 1990er-Jahre noch bei rund 40 Prozent, stieg sie mittlerweile auf bis zu 65 Prozent. Allein im Jahr 2010 wuchs der Auslandsumsatz der Branche nach Angaben des Statistischen Bundesamts um zwölf Prozent auf insgesamt 12,8 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz lag im selben Jahr bei 20 Milliarden Euro.
Medica, Weltforum für Medizin, vom 14. bis 17. November 2012 in Düsseldorf
www.medica.de
Gerade einmal rund 50 Jahre ist es her, dass der Kardiologe Professor Heinz-Joachim Sykosch am Universitätsklinikum Düsseldorf einem 19 Jahre alten Patienten erstmals in Deutschland einen Herzschrittmacher implantierte. Heute bringen jedes Jahr rund 100.000 dieser kleinen Medizingeräte schwache Herzen wieder in den richtigen Rhythmus. Moderne Implantate verbessern aber auch das Hörvermögen und stimulieren bestimmte Hirnregionen – zur Therapie von neurologischen Erkrankungen wie Parkinson, Epilepsie oder Depression.
Ob Neuroengineering, intelligente Prothesen, künstliche Linsen, molekulare Bildgebung oder Haut aus der Gewebefabrik: Je enger die unterschiedlichen Disziplinen bereits bei der Herstellung neuer Medizintechnikprodukte zusammenarbeiten, desto besser. Die wachsende Komplexität der Technik erfordert das gesammelte Know-how von Ärzten und Ingenieuren. Die stark mittelständisch geprägte Kernbranche beschäftigt in Deutschland nach Angaben des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) mehr als 170.000 Menschen in über 11.000 Betrieben. 15 Prozent der Beschäftigten sind dem Branchenbericht aus dem Jahr 2011 zufolge im Bereich Forschung und Entwicklung tätig – Tendenz steigend.
Nach Angaben des Europäischen Patentamts führte die Medizintechnik die Liste der angemeldeten Erfindungen im Jahr 2009 mit 16.400 Patenten an. Ein weiteres Kennzeichen ist die starke Ausrichtung auf den Export: Lag die Exportquote Mitte der 1990er-Jahre noch bei rund 40 Prozent, stieg sie mittlerweile auf bis zu 65 Prozent. Allein im Jahr 2010 wuchs der Auslandsumsatz der Branche nach Angaben des Statistischen Bundesamts um zwölf Prozent auf insgesamt 12,8 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz lag im selben Jahr bei 20 Milliarden Euro.
Medica, Weltforum für Medizin, vom 14. bis 17. November 2012 in Düsseldorf
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