Auf dem 6. World Urban Forum der Vereinten Nationen rückt die Zukunft der Städte in den Blick. Ideen deutscher Architekten sind international gefragt – drei Beispiele.
Sie gehören zu den Spezialisten für „grünes“ Bauen: die 100 Mitarbeiter des 1989 von Stefan Behnisch gegründeten Büros Behnisch Architekten. An den Standorten Stuttgart, München und Boston arbeiten sie an nachhaltigen Architekturprojekten. Dazu gehören ökologische Baustoffe, der Einsatz natürlicher Ressourcen wie Sonne, Wind, Außenluft und Erdreichkühle. Zudem wird das Tageslicht optimal ausgenutzt, um den Energieverbrauch weiter zu senken. Nach diesen Prinzipien entstanden unter anderem die Norddeutsche Landesbank in Hannover (2002), die Unilever-Zentrale in Hamburg (2009), ein gläsernes Seminar- und Laborgebäude für die Universität Toronto (2005) und der Sitz des Biotech-Unternehmen Genzyme in Cambridge, USA (2004). Für seinen Lösungsansatz zur Nachhaltigkeit wurde Stefan Behnisch 2007 mit dem „Global Award for Sustainable Architecture“ ausgezeichnet.
Zu den international erfolgreichsten deutschen Architekten gehören Meinhard von Gerkan und Volkwin Marg mit ihrem Büro gmp. Ihre Karriere begann schon mit dem von 1969 bis 1971 errichteten Flughafen Tegel in Berlin. Den sechseckigen Bau entwarfen sie als „Drive-In-Airport“ – eine innovative Idee, die Schule machte. Inzwischen ist gmp mit 500 Mitarbeitern in zehn Büros im In- und Ausland aktiv und hat mehr als 300 Bauten realisiert. Dazu gehören die Neue Messe Leipzig und der Hauptbahnhof Berlin. In Südafrika, Brasilien, Indien und Polen hat gmp Sportstadien errichtet, die wegen ihres multifunktionalen Designs und innovativer Technologien weltweit Beachtung finden. Besonders erfolgreich läuft die Arbeit in China: Das Büro baute etwa Kongress- und Kulturzentren, das Nationalmuseum Peking und das Grand Theater in Tianjin. In Hangzhou entsteht zurzeit ein neuer Bahnhof.
Auch das Frankfurter Architektur- und Stadtplanungsbüro Albert Speer & Partner (AS&P) mit 120 Mitarbeitern ist international im Geschäft und in China besonders gefragt. Unter der Regie von AS&P entstanden dort High-Tech-Parks, Verwaltungsgebäude, neue Städte. Speer wird auch bei der Fußball-WM 2022 in Katar eine Rolle spielen: Das Büro hat das Bewerbungskonzept erarbeitet und deshalb gute Chancen, den Zuschlag für den Bau von Stadien zu erhalten. Geplant ist, die Arenen im Wüstenemirat mit Solarenergie zu kühlen.
6. World Urban Forum der Vereinten Nationen vom 01. bis 07. September 2012 in Neapel.
www.gmp-architekten.de
www.as-p.de
www.behnisch.com
Sie gehören zu den Spezialisten für „grünes“ Bauen: die 100 Mitarbeiter des 1989 von Stefan Behnisch gegründeten Büros Behnisch Architekten. An den Standorten Stuttgart, München und Boston arbeiten sie an nachhaltigen Architekturprojekten. Dazu gehören ökologische Baustoffe, der Einsatz natürlicher Ressourcen wie Sonne, Wind, Außenluft und Erdreichkühle. Zudem wird das Tageslicht optimal ausgenutzt, um den Energieverbrauch weiter zu senken. Nach diesen Prinzipien entstanden unter anderem die Norddeutsche Landesbank in Hannover (2002), die Unilever-Zentrale in Hamburg (2009), ein gläsernes Seminar- und Laborgebäude für die Universität Toronto (2005) und der Sitz des Biotech-Unternehmen Genzyme in Cambridge, USA (2004). Für seinen Lösungsansatz zur Nachhaltigkeit wurde Stefan Behnisch 2007 mit dem „Global Award for Sustainable Architecture“ ausgezeichnet.
Zu den international erfolgreichsten deutschen Architekten gehören Meinhard von Gerkan und Volkwin Marg mit ihrem Büro gmp. Ihre Karriere begann schon mit dem von 1969 bis 1971 errichteten Flughafen Tegel in Berlin. Den sechseckigen Bau entwarfen sie als „Drive-In-Airport“ – eine innovative Idee, die Schule machte. Inzwischen ist gmp mit 500 Mitarbeitern in zehn Büros im In- und Ausland aktiv und hat mehr als 300 Bauten realisiert. Dazu gehören die Neue Messe Leipzig und der Hauptbahnhof Berlin. In Südafrika, Brasilien, Indien und Polen hat gmp Sportstadien errichtet, die wegen ihres multifunktionalen Designs und innovativer Technologien weltweit Beachtung finden. Besonders erfolgreich läuft die Arbeit in China: Das Büro baute etwa Kongress- und Kulturzentren, das Nationalmuseum Peking und das Grand Theater in Tianjin. In Hangzhou entsteht zurzeit ein neuer Bahnhof.
Auch das Frankfurter Architektur- und Stadtplanungsbüro Albert Speer & Partner (AS&P) mit 120 Mitarbeitern ist international im Geschäft und in China besonders gefragt. Unter der Regie von AS&P entstanden dort High-Tech-Parks, Verwaltungsgebäude, neue Städte. Speer wird auch bei der Fußball-WM 2022 in Katar eine Rolle spielen: Das Büro hat das Bewerbungskonzept erarbeitet und deshalb gute Chancen, den Zuschlag für den Bau von Stadien zu erhalten. Geplant ist, die Arenen im Wüstenemirat mit Solarenergie zu kühlen.
6. World Urban Forum der Vereinten Nationen vom 01. bis 07. September 2012 in Neapel.
www.gmp-architekten.de
www.as-p.de
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