Greift der Mensch in die Natur ein, kann das fatale Auswirkungen haben. Das zeigt beispielhaft die Abholzung der tropischen Regenwälder, die sich durch eine unvergleichliche Artenvielfalt auszeichnen und zur Stabilisierung des weltweiten Klimas beitragen. Doch geht es um die Nutzung der Waldflächen, scheinen ökologische Notwendigkeiten und ökonomische Interessen oft unvereinbar. Die Robert Bosch-Stiftung hat daher den promovierten Agrarwissenschaftler Jan Börner beauftragt, Strategien für eine bioökonomische Nutzung von südamerikanischen Regenwaldflächen aufzuzeigen. Der 37 Jahre alte „Robert Bosch-Juniorprofessor“ wird dazu an der Universität Bonn eine Nachwuchsforschungsgruppe aufbauen und untersuchen, wie Regierungen umweltpolitische Instrumente entwickeln können, um den Regenwald nachhaltig zu bewirtschaften. Das kann etwa mit Hilfe so genannter Agroforst-Systeme erfolgen, die einer einseitigen Nutzung des Bodens entgegenwirken. In einigen Amazonas-Gemeinden werden sie bereits erfolgreich umgesetzt und stellen eine gute Alternative zur bisherigen Brandrodung dar.
www.bosch-stiftung.de
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