Seine Ausmaße sind riesig, seine Probleme ebenfalls: Der Victoriasee, das größte tropische Süßwasserreservoir der Welt, gilt unter Wissenschaftlern als Beispiel eines ökologisch destabilisierten Gewässers. Rund 30 Millionen Menschen leben in seinem Einzugsgebiet, Tendenz stetig steigend. Zahllose Kubikmeter industrielle und kommunale Abwässer werden ungeklärt in den See geleitet. Ein weiteres Problem ist die Überfischung. Bis zu einer Million Tonnen Fisch werden jährlich gefangen. Wichtigste Fischart für den Export ist der nicht heimische Nilbarsch, der mittlerweile große Teile der ursprünglichen Fischpopulation vernichtet hat.
Ein trilaterales Kooperationsprojekt kenianischer, deutscher und israelischer Experten wird sich nun der komplexen Problematik annehmen. Zunächst gilt es, die Überfischung durch eine Intensivierung der Aquakultur einzudämmen. Die verstärkte Zucht von Nil-Tilapias, schnellwüchsigen Buntbarschen, in Teichen soll Fischern und Bauern eine alternative Einkommensquelle bieten. Wichtig ist dabei, den gesamten Wertschöpfungsprozess vom Erzeuger bis zum Endverbraucher zu optimieren, betont die Projektleiterin Andrea Bahm von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). „Wir haben alle beteiligten Gruppen zusammengeführt und die gesamte Kette analysiert.“ Demnach sei es unter anderem essentiell, mehr Kühlkapazitäten zu schaffen, um die Preise zu stabilisieren und Verluste durch Verderb zu verhindern. Insgesamt stehen für die Umsetzung der Ziele in den Jahren 2012 bis 2014 2,5 Millionen Euro bereit, wovon Deutschland und Kenia jeweils 1,4 Millionen und 700000 Euro beisteuern. Die staatliche israelische Entwicklungshilfe-Organisation MASHAV stellt 400000 Euro und international anerkannte Fischzucht-Spezialisten zu Verfügung.
In einem weiteren Schritt wollen die Projektpartner nachhaltige Lösungen zur Bekämpfung der Wasserverschmutzung im Victoriasee entwickeln. Ein nicht geringer Teil der Abwässer entstammt der fischverarbeitenden Industrie und der Landwirtschaft. Eine Aufwertung der Wasserqualität dürfte die Stabilität des Ökosystems wesentlich verbessern und auch der Fischereiwirtschaft zu gute kommen.
Kurt de Swaaf
Ein trilaterales Kooperationsprojekt kenianischer, deutscher und israelischer Experten wird sich nun der komplexen Problematik annehmen. Zunächst gilt es, die Überfischung durch eine Intensivierung der Aquakultur einzudämmen. Die verstärkte Zucht von Nil-Tilapias, schnellwüchsigen Buntbarschen, in Teichen soll Fischern und Bauern eine alternative Einkommensquelle bieten. Wichtig ist dabei, den gesamten Wertschöpfungsprozess vom Erzeuger bis zum Endverbraucher zu optimieren, betont die Projektleiterin Andrea Bahm von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). „Wir haben alle beteiligten Gruppen zusammengeführt und die gesamte Kette analysiert.“ Demnach sei es unter anderem essentiell, mehr Kühlkapazitäten zu schaffen, um die Preise zu stabilisieren und Verluste durch Verderb zu verhindern. Insgesamt stehen für die Umsetzung der Ziele in den Jahren 2012 bis 2014 2,5 Millionen Euro bereit, wovon Deutschland und Kenia jeweils 1,4 Millionen und 700000 Euro beisteuern. Die staatliche israelische Entwicklungshilfe-Organisation MASHAV stellt 400000 Euro und international anerkannte Fischzucht-Spezialisten zu Verfügung.
In einem weiteren Schritt wollen die Projektpartner nachhaltige Lösungen zur Bekämpfung der Wasserverschmutzung im Victoriasee entwickeln. Ein nicht geringer Teil der Abwässer entstammt der fischverarbeitenden Industrie und der Landwirtschaft. Eine Aufwertung der Wasserqualität dürfte die Stabilität des Ökosystems wesentlich verbessern und auch der Fischereiwirtschaft zu gute kommen.
Kurt de Swaaf

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