Es war eine kleine Sensation, als Wang Shu im Mai 2012 den Pritzker-Preis, den „Nobelpreis für Architektur“, erhielt. Nicht nur, weil er der erste Chinese unter den Preisträgern und im Vergleich zu seinen Vorgängern noch relativ unbekannt ist, sondern vor allem, weil mit der Auszeichnung auch eine Trendwende in der Branche signalisert wurde: Zurück zu den Wurzeln. Wang Shu widersetzt sich der globalisierten Architekturpraxis. Er hat die Tradition des chinesischen Bauens wiederentdeckt, sucht den lokalen Bezug und arbeitet mit alten Materialien – bislang allerdings vornehmlich in China. Im September 2012 hatte er seinen ersten großen Auftritt in Deutschland. Mit seiner Frau Lu Wenyu, mit der er das Amateur Architecture Studio betreibt, konzipierte der das „Tile Theatre“ („Ziegel Theater“) auf dem Dach des Berliner Hauses der Kulturen der Welt (HKW). Das HKW hatte unter dem Titel „Between Walls and Windows“ zehn internationale Künstler eingeladen, sich über Architektur und Ideologie Gedanken zu machen. Wang Shu und seine Partnerin (Foto) schufen aus Holz und traditionell gefertigten chinesischen Dachziegeln eine begehbare Pavillon-Skultpur.
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Donnerstag, 6. Dezember 2012
Pavilion Pritzker-Preisträgers award
Es war eine kleine Sensation, als Wang Shu im Mai 2012 den Pritzker-Preis, den „Nobelpreis für Architektur“, erhielt. Nicht nur, weil er der erste Chinese unter den Preisträgern und im Vergleich zu seinen Vorgängern noch relativ unbekannt ist, sondern vor allem, weil mit der Auszeichnung auch eine Trendwende in der Branche signalisert wurde: Zurück zu den Wurzeln. Wang Shu widersetzt sich der globalisierten Architekturpraxis. Er hat die Tradition des chinesischen Bauens wiederentdeckt, sucht den lokalen Bezug und arbeitet mit alten Materialien – bislang allerdings vornehmlich in China. Im September 2012 hatte er seinen ersten großen Auftritt in Deutschland. Mit seiner Frau Lu Wenyu, mit der er das Amateur Architecture Studio betreibt, konzipierte der das „Tile Theatre“ („Ziegel Theater“) auf dem Dach des Berliner Hauses der Kulturen der Welt (HKW). Das HKW hatte unter dem Titel „Between Walls and Windows“ zehn internationale Künstler eingeladen, sich über Architektur und Ideologie Gedanken zu machen. Wang Shu und seine Partnerin (Foto) schufen aus Holz und traditionell gefertigten chinesischen Dachziegeln eine begehbare Pavillon-Skultpur.
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