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Montag, 1. April 2013

Deutschland mit Tip

Die Innovationsleistung in der EU verbessert sich trotz der anhaltenden Wirtschaftskrise von Jahr zu Jahr, gleichzeitig jedoch vertieft sich die Innovationskluft zwischen den Mitgliedstaaten. Dies geht aus dem aktuellen Leistungsanzeiger der Innovationsunion 2013 hervor, einem von der Europäischen Kommission veröffentlichten Ranking der EU‑Mitgliedstaaten. Zwar haben die innovativsten Länder ihre Leistung weiter verbessert, andere dagegen machen kaum Fortschritte. Insgesamt hat sich das Ranking innerhalb der EU relativ wenig verändert: Schweden hält die Spitzenposition, gefolgt von Deutschland, Dänemark und Finnland. Estland, Litauen und Lettland haben ihre Leistung im letzten Jahr am stärksten verbessert. Wichtigste Antriebskräfte für Innovationen in der EU sind die Kleinen und Mittleren Unternehmen, die Vermarktung von Innovationen sowie exzellente Forschungssysteme. Der Rückgang der Unternehmens- und Risikokapitalinvestitionen zwischen 2008 und 2012 hat sich jedoch negativ auf die Innovationsleistung ausgewirkt.
„Die diesjährigen Ergebnisse zeigen, dass die Wirtschaftskrise die Innovationstätigkeit in einigen Teilen Europas negativ beeinflusst hat", sagte Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission und zuständig für Industrie und Unternehmertum. Wir müssen in Innovation investieren, wenn wir unsere Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt bewahren und das Wachstum in Europa wiederherstellen wollen. Es gilt, das Unternehmertum zu fördern, denn die KMU haben sich als wichtiger Innovationsmotor erwiesen.“ Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, sagte dazu: „Innovation sollte nun ganz oben auf der politischen Tagesordnung sämtlicher Mitgliedstaaten stehen. Laut dem jüngsten Bericht über den Stand der Innovationsunion, der auch heute veröffentlicht wurde, haben wir 2012 in besonders wichtigen Fragen einige Fortschritte gemacht, zum Beispiel beim Einheitspatent oder bei den neuen Vorschriften für Risikokapitalfonds. Es bleibt jedoch noch viel zu tun, wenn wir einen Innovationsgraben in Europa vermeiden wollen.“
Quellen: EU; dpa/pa.

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