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Sonntag, 10. Februar 2013

La Palma: ein erfolgloser Rettungsübung - fünf Personen auf einem Kreuzfahrtschiff

Das Rettungsboot stürzte aus 30 Metern Höhe ins Wasser: Bei einer Übung auf einem Kreuzfahrtschiff im Hafen der Kanareninsel La Palma sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren etwa 2000 Passagiere an Bord.

Hamburg/Madrid/La Palma - Mindestens fünf Menschen sind bei einer missglückten Rettungsübung auf einem Kreuzfahrtschiff ums Leben gekommen. Wie spanische Medien unter Berufung auf die Behörden berichteten, ereignete sich der Unfall am Sonntagnachmittag am Hafen von Santa Cruz de La Palma, als ein Rettungsboot bei der Übung aus rund 30 Metern Höhe ins Wasser stürzte. Die Toten seien Besatzungsmitglieder. Außerdem seien drei Menschen verletzt worden. Das Rettungsboot habe acht Insassen unter sich eingeklemmt.

Bei den Toten handele es sich um Mitglieder der Crew des Schiffes Thomson Majesty der britischen Reederei Thomson Cruises, die unter anderem aus Indonesien, Ghana und den Philippinen stammten, teilte ein Sprecher der spanischen Zivilgarde in La Palma mit. Taucher, Feuerwehrmänner und ein Hubschrauber hätten drei Opfer aus Griechenland und den Philippinen lebend retten können. Zwei der Geretteten seien aber schwer verletzt. Die Opfer waren den Berichten zufolge meist um die 30 bis 35 Jahre alt.

Die Ursache des Unfalls sei vorerst unbekannt, teilten die Behörden mit. Ermittlungen seien bereits aufgenommen worden.
Das Unglück überschattet den berühmten Karneval auf den zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln. Zum Zeitpunkt der missglückten Übung lag das Schiff auf einer Kreuzfahrtetappe im Hafen von La Palma mit rund 2000 Passagieren vor Anker. Die 1965 gegründete Reederei Thomson Cruises gehört zur TUI-Gruppe.
sha/dpa

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