Auf der Berlinale 2013 sind auch mehrere deutsche Produktionen zu sehen. Im Wettbewerb etwa geht Thomas Arslans neuester Film „Gold“ an den Start.
Für den deutschen Film ist die Berlinale längst zum bewährten Heimspiel vor internationalem Publikum geworden. Zwar kommt nicht jedes Mal die Bundeskanzlerin vorbei, wie zuletzt beim Tanzepos „Pina“ von Wim Wenders. Auch beim „Bären“-Rennen sind nicht automatisch gleich drei Deutsche gesetzt, so wie im Jahr 2012. Aber quer durch alle Sektionen finden sich reichlich deutsche (Ko-)Produktionen, allein in der Nachwuchsreihe „Perspektive Deutsches Kino“ sind acht heimische Spielfilme sowie drei Dokumentarfilme eingeladen.
Im Wettbewerb geht diesmal Thomas Arslan, Sohn eines türkischen Vaters und einer deutschen Mutter, mit „Gold“ an den Start. Er erzählt, mit Nina Hoss in der Hauptrolle, von deutschen Einwanderern, die anno 1898 in Kanada verzweifelt ihr Glück im Goldrausch suchen. Ebenfalls von der Jagd nach Edelmetall handelt „Gold – Du kannst mehr als Du denkst“, eine Dokumentation von Grimme-Preisträger Michael Hammon über drei Spitzensportlern bei den Paralympics in London, die in der Sektion „Special“ ihre Weltpremiere erlebt. Gleichfalls in dieser Reihe präsentieren Christian Rost und Claus Strigel mit „Unter Menschen“ eine Dokumentation über ehemalige Labor-Affen, die in einem ehemaligen Safaripark mühsam aufgepäppelt werden.Was Party-Touristen in den deutschen Hauptstadt passieren kann, schildert der urbane Thriller „Lose Your Head“, der in der ambitionierten Reihe „Panorama“ präsentiert wird: Ein junger Spanier verschwindet spurlos nach einer wilden Clubnacht. Deutschlands derzeit fleißigster Filmschaffender Til Schweiger ist gleichfalls in Berlin dabei. Allerdings nicht mit seinem Komödienstreich „Kokowääh 2“, sondern als Darsteller in der amerikanischen Action-Komödie „The Necessary Death of Charlie Countryman“. An der Seite von Shia LaBeouf und Mads Mikkelsen tritt Schweiger als böser Bube und Betreiber eines Strip-Lokals auf – rein theoretisch hat Til Schweiger damit Chancen auf einen „Bären“.

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